Amerikanische Chiropraktik

Die amerikanische Chiropraktik ist ein ganzheitliches, vitalistisches Behandlungskonzept.

Ihr Schwerpunkt liegt im Auffinden und Behandeln von sogenannten Subluxationen (Sub = unter, Lux = Licht) SUBLUXATION:
Ist eine Kommunikationsstörung zwischen Gehirn und Körper, die für das ungeschulte Auge in der Regel nicht sichtbar ist.

Offizielle Definition CCP Guideline 2013
Subluxation ist ein neurologisches Ungleichgewicht oder eine Störung im Körper, die einhergeht mit unerwünschten physiologischen Reaktionen und/oder strukturellen Veränderungen, die dauerhaft werden und fortschreiten können. Der häufigste Ort für die chiropraktische Korrektur der Subluxation ist über die Wirbelsäule.

 

Korrigiert man diese Subluxation, kann der optimale Gesundheitszustand wieder hergestellt werden. Der Körper kann sein volles Potenzial zur Regeneration und Heilung des Körpers einsetzen.

Das bedeutet, dass ein Chiropraktiker keine Symptome behandelt, sondern versucht die Ursache einer Krankheit zu finden und zu behandeln!

Die Amerikanische Chiropraktik ist ein wissenschaftlich anerkannter Heilberuf in über 40 Ländern. In Ländern wie den USA oder England ist das chiropraktische Studium nach der Human/Zahnmedizin der dritt häufigste studierte Beruf.

In Deutschland dürfen nur Ärzte und Heilpraktiker die Chiropraktik ausüben. Anders als die in Deutschland derzeit bekannte Chiropraktik wird bei dem Amerikanischen System nicht einfach „eingerenkt“. Die Amerikanische Chiropraktik bedient sich besonders risikoarmer und schonender Techniken. Sie sieht die Ursache für Krankheiten bzw. deren Entstehungen in einer Nervenstörung.

Leider wird dieses System von den meisten Schulmedizinern nicht geteilt. Es ist aber unumstritten, dass das Nervensystem jede Körperfunktion, jede Zelle oder jedes Organ steuert. Ohne das Nervensystem sind wir tot.

 

Für wen?

Egal ob jung oder alt, für eine Justierung ist es nie zu früh oder zu spät. Idealerweise kommst du, bevor irgendein Symptom oder eine Beschwerde auftritt. Dadurch können wir frühzeitig eine Subluxation erkennen, bevor diese Symptome im Körper verursacht.

Chiropraktik kann angewendet werden bei Erwachsenen, Kindern, Kleinkindern, Babys, Säuglingen, Schwangeren, Sportlern und anderen.

Chiropraktik für Kinder und Kleinkinder

Gerade Kleinkinder spielen und toben gerne. Dabei kann schnell eine Subluxation entstehen.

Chiropraktik für Teddybären

Nein, nicht wirklich. Gleichzeitig sind Teddybären ganz tolle „Hilfspatienten“ bei der Behandlung von Kindern.

Chiropraktik für Neugeborene, Babys und Säuglinge

Chiropraktik für Schwangere

Behandlungsmethoden

Dem Chiropraktiker steht eine Vielzahl verschiedener Techniken zur Verfügung.

Egal welches Tool er für seine Arbeit benutzt, das primäre Ziel ist es, die Subluxation zu beseitigen.

  • KST- Koren Spezifische Technik
  • SOT- Sakro-Occipital Therapie
  • Aktivator CIT
  • Fullspine Technik
  • Thompson Technik
    und andere

Arthrostim

Ein elektrisch betriebenes Tool mit einer 12 Hertz Impuls Technologie zur Justierung von Subluxationen. Der Arthrostim wird primär bei der KST Technik eingesetzt.

SOT Blöcke

Diese Blöcke werden bei dem sanften System der Sakro-Occipital Therapie (SOT) eingesetzt. Durch verschiedene Positionen dieser Blöcke wird z.B. eine Stabilisierung des Beckens erzeugt.

Aktivator

Dieses kleine manuell betriebene Instrument gibt einzelne Impulse ab. Die Impulsstärke ist variierbar. Der Aktivator wird gerne bei Kindern und älteren Patienten eingesetzt.

Drop Tisch (Thuli)

Dieser Spezialtisch hat einen besonderen Kipp-Fall-Mechanismus. Bei der Justierung wird hierbei die Schwerkraft zur Hilfe genommen.

Nach der Justierung

Du hast gerade eine Justierung deines gesamten Körpers erhalten. Damit diese Behandlung optimal wirken kann, benötigt dein Körper etwas Ruhe und Zeit für die Regeneration.

Was kannst du nun tun, um diesen Prozess zu unterstützen?

  • Trinke viel (2-3 Liter), am besten stilles Wasser.
    So werden die vom Stoffwechsel angefallenen Abfallprodukte schneller aus dem Körper ausgeschieden.
  • Gehe nach der Behandlung 15-20 Minuten spazieren
    In dieser Zeit hat der Körper die Möglichkeit, das neu erlernte, erworbene Muster zu „speichern“. Damit dies gut gelingt, trage in dieser Zeit bitte keine schweren Taschen, Rucksäcke oder Ähnliches.
  • Bewahre Haltung.
    Geldbörsen, Handys oder Schlüsselbund gehören nicht in die Hosentaschen. Auch übereinander geschlagene Beine bei den Damen können den Behandlungserfolg minimieren bzw. verlangsamen.
  • Esse ausgewogene und basische Kost

Geschichte der Chiropraktik

Daniel David Palmer (1845-1913) war der Entdecker und Begründer der amerikanischen Chiropraktik.

Er hatte einen Hausmeister Namens Harvey Lillard, dieser war seit 17 Jahren fast taub.

Am 18. September 1895 fragte er seinen Hausmeister, ob er sich erinnern könnte, was damals passiert sei.

Darauf antwortete der Hausmeister:

„Als ich etwas Schweres in gebückter Haltung aufheben wollte, bemerkte ich, dass in meinem Rücken etwas “geknackt” hatte. Seitdem höre ich fast nichts mehr und habe eine Beule in meinem Rücken.“

 

D.D. Palmer war davon überzeugt, dass dieser verschobene Wirbel eine Störung bei dem Hausmeister verursacht hat, mit der Folge, dass er nicht mehr richtig hören konnte. Er versuchte den Hausmeister davon zu überzeugen, ihn den Wirbel korrigieren zu lassen.

Nach kurzem Zögern willigte der Hausmeister ein. D.D. Palmer korrigierte den verschobenen Wirbel. Kurze Zeit danach konnte der Hausmeister wieder hören.

 

Nach dem Tod von D. D. Palmer führte sein Sohn B. J. Palmer (1881-1961) die Entwicklung der Amerikanischen Chiropraktik weiter.

Er verfeinerte chiropraktische Techniken und investierte Zeit in Forschung und Lehre, um die Chiropraktik weiter voranzutreiben. B.J. Palmer gilt als der „Entwickler“ der heutigen amerikanischen Chiropraktik.

Seit D. D. Palmer hat sich nichts geändert an dem Grundsatz:

Wirbelverschiebungen / Subluxationen finden, sie zu korrigieren und somit die Selbstheilung des Körpers zu fördern.

Philosophie der Chiropraktik

Der Gründer der Amerikanischen Chiropraktiker D.D. Palmer sagte eins:

„Es existiert eine angeborene, natürliche Lebenskraft im menschlichen Körper, die alle Funktionen reguliert. Zwischen dieser natürlichen Lebenskraft und der Wirbelsäule (mit allen anatomischen Strukturen) kann es zu einem Ungleichgewicht kommen.”

Die Amerikanische Chiropraktik erkennt den Zusammenhang einer Wirbelfehlstellung und die vegetative Auswirkung auf den Körper. So kann eine Wirbelfehlstellung z.B. des 1. Halswirbels (Atlas) möglicherweise Kopfschmerzen, Migräne, Tinnitus und Schwindel auslösen, um nur einige Beispiele zu nennen. 

Umgekehrt ist es aber auch möglich, dass chronische Entzündungen des Organsystems Wirbelfehlstellungen begünstigen können.

Der Chiropraktiker befreit den Körper von einer Subluxation, so dass der Körper die unterdrückte Lebensenergie wieder nutzen kann und somit das Nervensystem wieder in der Lage ist, seine normale Funktion zu erlangen und somit die eigene Selbstheilungskraft wieder zu aktivieren.

Nicht der Chiropraktiker heilt den Patienten, sondern der Patient heilt sich selbst, sobald er wieder seine vollständige Energie zur Verfügung hat.

Eine regelmäßige Kontrolle der Wirbelsäule ist daher sehr wichtig, damit das Nervensystem intakt bleibt bzw. Störungen frühzeitig erkannt werden, auch und vor allem bei Säuglingen und Kindern.